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Chronik  ::

Dass die Gründung des Spielmannszuges Kleinenberg eng verbunden ist mit den damaligen außergewöhnlichen Aktivitäten der Sankt Sebastian Schützenbruderschaft, diese Enge Verbindung in der Gründungsphase ist auf den ersten Blick auf das 70-jährige Jubiläum der Kleinenberger Musiker nicht zu vermuten.
Hatten die Schützen mit ihrem Oberst Johannes Wulf, trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeit es doch geschafft, eine neue Schützenhalle zu bauen, deren Einweihung mit dem Schützenfest 1930 feierlich begangen wurde. Zur Musik trug das Tambourcorps aus Husen bei, dessen Auftritt offenbar so großen Eindruck in Kleinenberg hinterließ, dass man die Gründung eines eigenen Spielmannzuges in Auge fasste.
Das tat vor allem der ehemalige Regimentsflötist Johannes Böning (+1957), dem es gelang, mit den Husenern spontan eine wirksame Starthilfe zu vereinbaren. Zur Ausbildung der Kleinenberger spielwilligen Jungmusiker kam der Trommler Bornemann aus Husen fortan wöchentlich zwei Mal aus dem Altenautal (mit dem Fahrrad) auf den Berg, um den Kleinenbergern die rechten Flötentöne beizubringen.
Mit finanzieller Starthilfe des Ziegeleiinhabers Heinrich Möller, der uninformierten Vereine mit den Schützen und ehemaligen Kriegern wurden die ersten Instrumente beschafft. Die Ausbildung gelang offenbar so gut, dass schon nach kurzer Zeit öffentliche Auftritte möglich waren.
Zunächst der Feuerwehr angegliedert und in den dreißiger Jahren den Zwängen der NS-Zeit unterworfen, griff schon im Umfeld des Kleinenberger 700-jährigen Jubiläums 1950 der Grundsatzbeschluss, sich nicht an einen Verein anzugliedern, sondern selbstständig zu bleiben und zwar als Spielmannszug Kleinenberg. Lediglich mit der Schützenbruderschaft wurde eine musikalische Dauerverbindung zu deren Festen eingegangen.
Die Gründungsphase des Spielmannszuges Kleinenberg im Jahre 1930 zeigt sinnfällig, dass zum Start dieses auch in seiner Personalstruktur immer jungen Vereins, verschiedene Umstände zeitlich und inhaltlich zusammentreffen mussten, um die Existenz einer neuen Gruppe zu ermöglichen und ihren Bestand dauerhaft zusichern.
In der weiteren Geschichte des Spielmannszuges haben die Namen Wilhelm Borgmeier und August Hibbeln große Bedeutung. Offenbar hat sich die Struktur des Spielmannszuges auch erst mit den Jahren in echte Vereinsregularien hineinentwickelt. Zunächst waren die jeweiligen Stabführer, Johannes Hibbeln, Wilhelm Borgmeier und August Hibbeln auch die Chefs der Truppe. Letzterem war es dann angelegen, im Jahr 1960 mit der größeren Bedeutung der Musiker einen kompletten Vorstand zu installieren. August Hibbeln selbst wurde Vorsitzender, Heinrich Tölle sein Stellvertreter, Willi Grautstück, sen. der Schriftführer und Karl Hagelüken der Kassierer. Vor allem die beiden Vorsitzenden haben sich in den Folgejahren der permanenten Fortbildungsaufgabe mit großen Zeitaufwand gestellt.
Natürlich gab es bei Spielmannszug Kleinenberg auch „Durchhänger“, wie sie wohl jeder Verein in seiner Geschichte durchstehen muss. Nachlassendes Interesse konnte wieder in Begeisterung umgewandelt werden, durch ein besonders gezieltes Angebot an Kinder und Jugendliche in der Schule, die es Ende der Fünfziger Jahre noch in Kleinenberg gab.
Heute kann der Spielmannszug auf eine starke und stabile Jugendgruppe zurückgreifen, denn die solide und hoch qualifizierte musikalische Ausbildung macht doch so manchen Weg frei. Robert Quinte, Frank Mehring, Michaela Dickgreber und Guido Zimmer tragen die Aus- und Fortbildung in den verschiedenen musikalischen Bereichen.
Dass sie das mit Erfolg tun zeigen ihre jährlichen Konzerte während der Kleinenberger Feste. Die Tatsache, dass im Jubiläumsjahr des Vereins allein 14 Jugendliche dazu gekommen sind, ist allerdings der beste Beweis für die junge Kraft des Spielmannszuges.
Vorsitzender Josef Böddeker kann mit seinem Vorstand deshalb zuversichtlich das Jubiläumsfest am Wochenende vom 5. bis 7. Mai 2000 angehen, das im Rahmen des Kreismusikfestes begangen wird. „Starlight“ aus Holland bringen internationales Flair und über 300 aktive Musikerinnen und Musiker sind mit dabei.
Braucht es noch eines Besseren Beweises für den kraftvollen Schwung des Spielmannzuges Kleinenberg 1930 e.V.?

 

 
Spielmannszug Kleinenberg 1930 e.V.
info@spzg.net